Mein neues Projekt: todump - die To-do-App ohne Deadline-Stress
Ich habe wieder ein neues Projekt am Start: todump (https://todump.app). Dieses Mal keine Web-App wie Preisli oder EyePass, sondern eine waschechte React-Native-App - und dieses Mal geht es nicht ums Sparen oder um Optiker-Verwaltung, sondern um etwas, das mich selbst seit Jahren nervt: klassische To-do-Apps.
Ich probiere seit Jahren To-do-Apps aus. Todoist, Things, Microsoft To Do, Apple Reminders, alle möglichen Notiz-Apps als Zweckentfremdung. Das Problem ist immer dasselbe: Sobald eine Aufgabe kein festes Datum hat, wird sie zum Problem. Entweder ich erfinde ein Datum, das ich sowieso nicht einhalte, oder die Aufgabe verfällt irgendwann und wird rot angezeigt, was bei mir eher schlechtes Gewissen als Motivation auslöst. Am Ende habe ich einfach aufgehört, solche Apps zu benutzen, und alles landete wieder im Kopf. Genau da liegt das Problem, das ich lösen wollte.
Was ist todump
Der Name ist ein Wortspiel aus "todo" und "to dump" - etwas abladen, loswerden. Genau das macht die App: Du tippst einen Gedanken rein, ohne Datum, ohne Projekt, ohne Priorität, ohne Pflichtfeld. Die App merkt sich den Eintrag und erinnert dich später wieder daran, so lange, bis du ihn abhakst. Nichts verfällt, nichts wird rot, nichts ist "zu spät". Der Werbe-Slogan bringt es eigentlich schon auf den Punkt: Alles raus aus dem Kopf. Ohne Druck.
Statt für jede Aufgabe eine Uhrzeit zu vergeben, legst du einmal ein tägliches Zeitfenster fest, zum Beispiel abends zwischen 18 und 20 Uhr. Nur in diesem Fenster meldet sich todump mit deinen offenen Punkten, und zwar nur dann, wenn wirklich etwas offen ist. Ist gerade keine gute Zeit, snoozt du mit einem Tipp um 10, 30 oder 60 Minuten. Kein rotes Ausrufezeichen, keine Überfälligkeits-Anzeige, kein schlechtes Gewissen.
Wie sich das von anderen Apps unterscheidet
Ich wollte bewusst keine kleinere Version von Todoist bauen. todump verzichtet absichtlich auf Dinge, die andere Apps als Kernfunktion verkaufen:
- keine Deadlines oder Fälligkeitsdaten
- keine Tags, Filter oder Kanban-Boards
- keine Projekte oder Kalenderintegration
- kein Account, keine Cloud, kein Login
Das ist kein Funktionsumfang, der noch kommt, sondern eine bewusste Entscheidung. Sobald eine To-do-App anfängt, Prioritätsstufen und Labels zu verlangen, wird aus "kurz reinwerfen" wieder Organisationsarbeit, und genau die will die Zielgruppe nicht. todump ist besonders bei Menschen mit ADHS oder sprunghaften Gedanken beliebt, und bei allen, die von klassischen To-do-Apps mit ihrem Termindruck einfach genervt sind. Eine Liste, ein Tipp zum Abhaken, mehr nicht.
Tech-Stack
Dieses Mal wieder ein anderer Stack als sonst, weil es eben eine native App werden musste und keine Web-App:
- React Native 0.81 mit React 19 und TypeScript, auf Basis von Expo (Bare Workflow, SDK 54)
- expo-notifications für die Erinnerungen, inklusive eigenem nativem Kotlin-Code für Android, damit Snooze auch bei komplett geschlossener App funktioniert
- AsyncStorage für die lokale Speicherung, es gibt bewusst kein Backend und keine Datenbank auf einem Server
- react-native-draggable-flatlist, reanimated und gesture-handler für Drag & Drop und die Animationen
- i18next für die Mehrsprachigkeit, aktuell Deutsch und Englisch, sogar die Benachrichtigungstexte werden erst beim Planen der Erinnerung in der richtigen Sprache erzeugt
- RevenueCat für die In-App-Käufe, PostHog für optionale, abschaltbare Nutzungsanalyse, Sentry ausschließlich passiv für das Support-Formular
Die Website dazu (todump.app) ist wie gewohnt mit Vue 3 und Vite gebaut.
Ein paar Details, auf die ich besonders stolz bin: Es gibt ein Homescreen-Widget für Android, mit dem man direkt vom Startbildschirm aus einen neuen Gedanken reinwerfen kann, ohne die App überhaupt zu öffnen. Und es gibt "Dumping Insights", eine ruhige Statistik ohne Leistungsdruck, die dir einfach zeigt, wie viele Gedanken du in den letzten 14 Tagen losgeworden bist. Keine Streaks, die man nicht brechen darf, kein schlechtes Gewissen an schlechten Tagen.
todump Pro
Der Kern-Loop ist und bleibt komplett kostenlos, für immer: unbegrenzt Einträge, das tägliche Zeitfenster, Snooze, Drag & Drop, Notizen, Badge, Light- und Dark-Mode, sogar die Dumping Insights. Es gibt kein Einträge-Limit und keine Werbung, das wollte ich von Anfang an ausschließen.
todump Pro ist ein optionales Unterstützer-Upgrade und schaltet Komfort und Personalisierung frei, nicht den Kern: das Homescreen-Widget, App-Sperre per Fingerabdruck, Face ID oder PIN, zusätzliche Farbwelten (Koffein, Salbeigrün, Cyberpunk), alternative Abhakel- und Benachrichtigungstöne sowie wählbare Erinnerungs-Persönlichkeiten, von verständnisvoll bis unverschämt ehrlich. Es gibt monatlich (0,99 €), jährlich (8,99 €) oder einmalig für immer (16,99 €). Wer kündigt oder Pro verliert, verliert keine Daten, sondern landet einfach wieder bei den Standardeinstellungen.
Ich suche Android-Tester
todump ist aktuell für Android verfügbar, direkt als APK-Download auf der Website, die iOS-Version ist parallel in Arbeit und kommt in Kürze. Bevor ich die App im Google Play Store einreiche, möchte ich sie noch von ein paar echten Nutzern gegentesten lassen, nicht nur von mir selbst auf meinem eigenen Handy.
Wenn du Lust hast, todump ein paar Tage lang auszuprobieren und mir zu sagen, was gut funktioniert und was nicht, meld dich einfach bei mir. Jedes Feedback hilft, egal ob es um einen Bug geht, um eine Formulierung, die komisch klingt, oder einfach nur um das Gefühl, ob die App das hält, was sie verspricht.
Die App gibt es unter https://todump.app, Installation dauert unter einer Minute, kein Konto nötig.
